Radioaktive Hinterlassenschaften

Dresden-Gittersee, 2019

Dieses Projekt nimmt Bezug auf die Urangeschichte Dresdens. Von 1947 bis 1961 extrahierte die Aktiengesellschaft Wismut in Dresden-Gittersee Natururan aus Freitaler Kohle und Schlemaer Erz in einer Uranaufbereitungsanlage. Weitere vierzig Jahre wurde unter der DDR-Führung die Urangewinnung fortgesetzt. Die radioaktiven Reste spülten sie auf offene Halden und den Kaitzbach hinunter ins Stadtgebiet  Dresden und in die Elbe hinein. In Dresden-Gittersee hat man deshalb neue Versiegelungsschichten und Neutralisatoren entwickelt. Ab 1993 wurde gemeinsam von der Stadt, dem Land und  dem Bund rund 45,5 Millionen Euro in das 72 Hektar große Areal investiert, um das radioaktiv verseuchte Erdreich abzutragen, in Halden einzukapseln und das Gelände zu einem Gewerbegebiet und Naherholungsgebiet umzugestalten. Führende Unternehmen haben unterdessen auf dem Areal der ehemaligen Uranaufbereitungsanlage ihr Domizil aufgeschlagen.